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Januar 2020: Aktuell sind wir in den Dolomiten

Nachdem der Versuch nach Panama zu verschiffen gescheitert ist und wir am Ende fünf Wochen ohne Bus und Hund durch Kolumbien und Panama gereist sind, sind wir seit Ende Dezember wieder zusammen unterwegs. Momentan probieren wir mal was Neues aus: Wintercamping. Es gefällt uns sehr gut. Südtirol beschert uns auch im Januar derzeit jeden Tag neun Stunden Sonnenschein, blauen Himmel und viel Schnee auf der Höhe.  Hier werden wir es gut bis Anfang Februar aushalten und uns dann langsam Richtung Sardinien bewegen, wo wir das Frühjahr verbringen wollen. Im Mai werden wir einen kurzen Stopp in Frankfurt einlegen, bevor wir einen neuen Versuch starten, nach Übersee zu verschiffen. Mitte Mai soll das Frachtschiff mit unserem Mobil Richtung USA ablegen, wir fliegen Anfang Juni hinterher. Auf ein Neues!


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Pannen, Pech und Pleiten gehören auch dazu...!


Januar 2020: mittlerweile sind wir von unserer 5-wöchigen Reise durch Kolumbien und Panama wieder zurück in Frankfurt. Leider haben wir diese Länder nicht wie geplant mit Bus und unserem Hund Gorbi bereist. Eigentlich wollten wir unser bereits im November nach Panama verschiffen und von dort durch Zentralamerika, Mexiko, USA und Kanada bis hoch nach Alaska fahren. Aber es kam ein wenig anders:
Wir wollten bereits Ende September ein B2 Visum bei der Botschaft in München beantragen, mit dem wir auf dem Weg nach Alaska für 6 Monate durch die USA reisen können. Das Interview verlief positiv und bereits nach 5 Minuten hieß es unsere Visa seien bewilligt. Es bräuchte nun ca 3-5 Tage, bis der normale administrative Prozess abgeschlossen sei und wir unsere bis dahin einbehaltenen Reisepässe abholen könnten, in denen dann das B2 Visum eingeklebt wurde. Wir haben uns gefreut wie reibungslos und einfach alles verlaufen ist und haben daraufhin noch am gleichen Tag angestoßen
 und die Reise für den bevorstehenden Roadtrip durchgebucht: Flüge, Verschiffung des Reisemobils, Hostel & Mietwagen für die Wochen bis das Mobil per Frachtschiff ankommt und einen Flug für unseren Hund Gorbi. Die monatelange Routen- und Reiseplanung, um mit Wohnmobil und Hund in 1,5 Jahren durch 10 Länder von Panama bis nach Alaska zu reisen hatten wir zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. 
Nun, Michi bekam seinen Pass nach wenigen Tagen zurück. Nach drei Wochen war mein Pass immer noch nicht da, der Abreisetermin rückte langsam näher. Zwei Wochen vor Abflug kam dann eine  Aufforderung vom US Konsulat, dass ich mich nun einer weiteren Sonderbefragung unterziehen muss (ein Degret, das von Herrn Trump 2017 ins Leben gerufen wurde) , da ich eine potentielle Gefahr für die USA darstelle. Ich habe zu viele US kritische Länder bereist und soll neben unzähligen weiteren Fragen aussagen wann und in welchem Grad ich eine militärische Ausbildung gemacht habe, Adressen und Geburtsdaten meiner aktuellen und ehemaligen Lebensgefährten und Partner, sämtliche Arbeitgeber und Tätigkeiten, eine chronologische Auflistung aller Länder die ich jemals bereist habe, inkl Angabe der Gründe für die Reise sowie bereiste Orte im jeweiligen Land und Angaben dazu wie ich die jeweiligen Reisen finanziert habe, etc etc... 

Schmeichelhaft: dieses Degret trifft nur 0,5 % aller Menschen weltweit, vornehmlich Syrer, Iraker und Saudis oder Menschen die für den Staat "arbeiten". Die Überprüfung meiner Angaben dauert Stand Mitte November ca 2 weitere Monate. Da wir mittlerweile aufgrund der zunächst positiven Aussage des Konsulat bereits alles gebucht hatten und vieles nicht mehr stornieren konnten, haben wir drei Tage vor dem Verschiffungstermin unseres Reisemobils schweren Herzens die Verschiffung gekanzelt und uns schwer enttäuscht Ende November alleine in den Flieger geschwungen, damit die Flüge und Unterkünfte nicht verfallen. Gorbi wollten wir zwei Langstreckenflügen für eine umdefinierte normale Urlaubsreise nicht antun und haben seinen Flug ebenso storniert. Ich habe Kolumbien und Panama mit einem vorläufigen Pass bereist, den ich Ende diesen Jahres persönlich wieder in Frankfurt abgeben muss. Erst ab Januar können wir die Reise mit meinem regulären Reisepass fortsetzen. Mittlerweile habe auch ich ein B2 Visum im Pass kleben.

Wann und wohin es für uns weiter geht, wissen wir im Moment noch nicht so recht. Momentan liebäugeln wir damit, im Januar in den Dolomiten mal für ein paar Wochen Wintercamping im Schnee auszuprobieren und danach mit der Fähre nach Sizilien überzusetzen. In Sizilien und Sardinien wollen wir das Frühjahr verbringen und dann Anfang Mai einen neuen Versuch starten, nach Übersee zu verschiffen. Wir würden dann mit der USA und Kanada starten und nachfolgend in die Richtung fahren, aus der wir eigentlich gekommen wären....

BeschreibunCevennen, Provence, Ardeche und die Rhone-Alpes genauer angesc